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A40: RUHE VOR DEM STILL-LEBEN 18.07.10

10:30 Uhr. Seit gestern Abend ist die A40 vollgesperrt. Es ist autofreier Sonntag auf dem Ruhrschnellweg. Wo sich sonst täglich eine Blechlawine an die nächste quer durch den Pott staut, ist plötzlich Stille. Vogelgezwitscher ertönt von der Schallschutzmauer. Verwaiste Biertischgarnituren reihen sich aneinander - kilometerweit. Der bleifreie Asphalt kurz vor Bochum-Stahlhausen atmet auf. Vereinzelte Radfahrer haben sich bereits ihren Weg an den Ordnern vorbei gebahnt und genießen die „Freie Fahrt für freie Bürger". 

10:45 Uhr. Draußen an den Auffahrten zur A40 tummeln sich mittlerweile tausende barfüßige Kulturhäupter und Zweirad-Kohorten von Autobahnbesatzer: schwerbepackt, strohbehütet und sonnengecremt. Die einen wollen gucken, die anderen haben reserviert. Sie wollen alle dabei sein, an dem Tag für die Geschichtsbücher. Einige können es kaum noch abwarten, scharren mit den Sandalen. Die Ordnungshüter haben alle Hände voll zu tun, dass der Startschuss abgewartet wird.     

11:00 Uhr. Es ist so weit. Die Zufahrten werden pünktlich geöffnet: Auf die Tische, fertig, los! Die Menge bricht sich bahn. Das war`s, es wird laut beim Still-Leben A40. Irgendwie erinnert das an Montag morgens. Und es dauert auch nicht mehr lange, dann ist es wie immer zwischen Dortmund und Duisburg: Man steht im Stau - nur ohne Auto.